Definitionen Risikomanagement in Projekten

Published on Mai 16th, 2013 | by PM United

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Risikomanagement in Projekten

Modernes Risikomanagement umfasst Planungsinstrumente und Strategien, die dazu dienen, potenzielle Schadensereignisse zu erkennen, hinsichtlich ihres Schadenspotenzials zu evaluieren sowie geeignete Präventivmaßnahmen auszuarbeiten. Im Rahmen des Projektmanagements sind Risikoanalysen in der Planungsphase eines Projektes zu erstellen.

Zielsetzung und Abwicklung des Risikomanagements im Projekt

Die Ausarbeitung von gezielten Vermeidungsstrategien hinsichtlich eventuell eintretender Faktoren, die den Projekterfolg vereiteln könnten, erhöht die Erfolgschancen jedes Projektes. Dynamisches Risikomanagement umfasst in der Regel folgende Phasen:

Risikoidentifizierung

Dem Vorhaben theoretisch drohende Risiken sind ungeachtet ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihres Schadenpotenzials grundsätzlich zu definieren. Dabei ist es wichtig, alle denkbaren materiellen und personellen Aspekte in Augenschein zu nehmen und entsprechende Szenarien im Team durchzudenken.
Um die Transparenz der Ergebnisse zu erhöhen, können die identifizierten Risiken nach Ursache, bestimmenden Einflussgrößen sowie ihrer Zugehörigkeit zu den entsprechenden Projektphasen kategorisiert werden.

Risikobewertung

Nun werden die ermittelten Risiken in Bezug auf das Projekt einer Bewertung unterzogen. Hier wird zunächst die theoretische Eintrittswahrscheinlichkeit für jedes Schadensereignis festgestellt. Dazu können Erfahrungswerte der Vergangenheit herangezogen oder Informationen über ähnliche Projekte eingeholt werden. Als nächster Schritt erfolgt die Kalkulation des Schadenpotenzials jedes einzelnen Risikos, diesen Berechnungen können ebenfalls Erfahrungswerte, aber auch unternehmens- oder branchenweite Statistiken zugrunde gelegt werden. Schlussendlich wird das konkrete Bedrohungspotenzial bewertet, indem den Parametern „Eintrittswahrscheinlichkeit“ und „Schädigungspotenzial“ eine entsprechende Gewichtung zugewiesen wird. Dies kann anhand einer Skala von 1 – 10 (1= gering, 10=hoch) erfolgen. Durch Multiplikation der Gewichtungsfaktoren können die Risiken nun nach ihrer Priorität gereiht werden, wobei bestimmte Resultatsnormen hinsichtlich der Bedrohung festgelegt werden sollten.

Beispiel:

Risiko: Ausfall eines Projektmitarbeiters
Eintrittswahrscheinlichkeit: 6 (eine Erkrankung kann jeden Mitarbeiter treffen)
Schädigungspotenzial: 1 (da kurzfristig qualifizierter Ersatz beschafft werden kann)
Priorität: 6 (6 x 1)
Resultat: geringer Einfluss auf das Projektziel

Generell gilt: Je besser der Projektablauf strukturiert und dokumentiert ist und je konsequenter Projektmanagement-Methode und Qualitätssicherung im Projektalltag gelebt werden, desto geringer wird die Auswirkung eines Schadensereignisses auf den Erfolg des Projektes sein.

Risikobewältigungsplanung

Dieser Abschnitt beinhaltet die Erstellung eines Maßnahmenkatalogs zur Verhinderung des Eintretens bzw. Minimierung der Auswirkungen identifizierter Schadensereignisse. Die Ergebnisse aus der Risikobewertung müssen in diesen Prozess in jedem Fall einfließen. Nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit sollten jedoch die Kosten zur Vermeidung eines Schadensereignisses nicht höher sein, als der Schaden, welcher durch den Eintritt des Ereignisses verursacht werden kann. Es ist darauf zu achten, dass der erstellte Maßnahmenkatalog für jedes mögliche Szenario die jeweils einzuleitenden Maßnahmen vorgibt.


About the Author

Andreas ist Betreiber und Gründer von PM United. Aufbauend auf seinen Kernkompetenzen Suchmaschinenoptimierung, Webdesign und Social Media - gehört seine Leidenschaft der Planung, Umsetzung und Steuerung von neuen Projekten.



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