Projektmanagement Online

Projektmanagement Online

Der Trend, Arbeitsabläufe Online aus der Cloud abzuwickeln, macht selbstverständlich auch vor dem Projektmanagement nicht halt. Projektmanagement Online bedeutet vernetztes, interdisziplinäres Kommunizieren und Handeln in Echtzeit. Daraus ergeben sich eine Menge Vorteile, allerdings sollten einige Punkte beachtet werden.

Projektmanagement Online – welchen Nutzen bringt es?

Eigentlich war diese Entwicklung schon längst überfällig. Denn die Notwendigkeit, Kalkulationen, Schriftverkehr und sonstige Tätigkeiten mittels Applikationen, welche auf der Festplatte des eigenen Computers oder innerhalb eines lokalen Computernetzwerkes installiert sind, abzuwickeln, entstand ja lediglich deshalb, da in der Frühzeit der EDV noch kein Internet zur Verfügung stand. Da mittlerweile jedoch ein weltweites Daten- und Informationsnetzwerk namens „World Wide Web“ existiert, liegt nichts näher, als diesen Umstand für die Online-Abwicklung von Business- und IT-Aktivitäten zu nutzen.

Für das Projektmanagement ist die Cloud deshalb gut geeignet, da Projektmanagement den intensiven Austausch von Informationen bedingt und es wichtig ist, den Informationsstand der Projektmitglieder stets aktuell zu halten. Auch außer Haus kann nun auf einfache Weise auf die Projektstrukturen zugegriffen werden, denn alles, was man für das Arbeiten aus der Cloud braucht, ist ein Computer mit Internetanschluss. Selbst die FTP-Clients für den Datentransfer sind bereits online verfügbar, was den Vorteil hat, dass von einem öffentlichen Internetanschluss (z.B. Internet-Café) auch dann auf die Cloud via FTP zugegriffen werden kann, wenn die bestehenden Firewall-Einstellungen des Betreibers FTP-Zugriffe abblocken. Über Dinge wie Sicherheit und Schutz unserer Daten brauchen wir uns ab sofort keine Gedanken zu machen, auch Art und Frequenz durchzuführender Virenschutzmaßnahmen sowie das leidige Aufrüsten unseres Laptops, wenn Microsoft mal wieder ein neues Betriebssystem herausgebracht hat, fallen ab sofort nicht mehr in unseren Aufgabenbereich. Denn diese Dinge sind, den Abschluss eines rechtssicheren Nutzungsvertrages vorausgesetzt, in den Verantwortungsbereich unseres Vertragspartners, des Cloud-Dienstleisters, der auch als „Cloud Service Provider“ (CSP) bezeichnet wird, übergegangen.

Projektmanagement Online – so funktioniert es

Wenn daran gedacht ist, sowohl strategische Geschäftsprozesse als auch das Tagesgeschäft mittels externer Cloud-Infrastruktur online abzuwickeln, sollten bestimmte Voraussetzungen gegeben sein. Vorteilhaft ist es, wenn die betriebliche Organisation so beschaffen ist, dass eine möglichst große Unabhängigkeit von Peripheriegeräten wie Drucker und Scanner besteht.

Das „papierlose Büro“ sollte also im eigenen Unternehmen weitgehend realisiert sein. Je mehr der Fokus auf dem Austausch von Daten und Informationen liegt, desto sinnvoller ist die Umstellung auf online-orientiertes Arbeiten aus der Cloud.

Abschluss des Cloud-Nutzungsvertrages

Der mit dem Online-Dienstleister abzuschließende Nutzungsvertrag hängt zunächst davon ab, welche Dienste in Anspruch genommen werden. Wird nur der Nutzungszugang durch den CSP zur Verfügung gestellt (IaaS – Infrastructure as a Service), wird eine Programmierumgebung für die Ausführung von Software gemietet (PaaS – Platform as a Service) oder werden Anwendungsprogramme des Anbieters in Form eines SaaS-Dienstes (Software as a Service) genutzt?

In jedem Fall sollte im Nutzungsvertrag die ständige Verfügbarkeit der Daten sowie der gemieteten Infrastruktur garantiert sein und vom CSP die Gewährleistung übernommen werden, dass die Daten des Kunden gegen Beschädigung und Verlust entsprechend geschützt sind, was auch die Anwendung effektiver Virenschutzmaßnahmen einschließt. Ein heikler Punkt ist der Datenschutz in der „Wolke.“

Da Online-Dienstleister meist ganze Serverfarmen betreiben und diese bei guter Auslastung einem intensiven Datentraffic ausgesetzt sind, muss ein seriöser Anbieter nachweisen können, dass er über ein Berechtigungssystem verfügt, welches nur berechtigten Nutzern Zutritt gewährt und die Gefahr eines Missbrauches der Daten daher möglichst gering ist. In jedem Fall ist der Anbieter zur Einhaltung der geltenden Datenschutzbestimmungen unabhängig vom Inhalt des Nutzungsvertrages gesetzlich verpflichtet.


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