Definitionen Service Wohnen

Published on September 5th, 2013 | by PM United

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Projektentwicklung Immobilien Teil 9 – Service Wohnen

Fast täglich wird irgendwo in Deutschland ein Haus für Service-Wohnen oder Betreutes Wohnen eröffnet. Das Angebot ist umfangreich und unüberschaubar geworden. Hintergrund für die Bauaktivität ist der zunehmende Bedarf an altersgerechten Wohnungen, denn neben sinkenden Geburtenzahlen führt die steigende Lebenserwartung dazu, dass der Anteil älterer Menschen in der Bevölkerung kontinuierlich wächst. Die demografische Entwicklung darf deshalb als Förderer des Service-Wohnens bezeichnet werden.

Auf den ersten Blick scheint es, als ob man bei der Errichtung einer Seniorenimmobilie nichts falsch machen kann. Erfahrene Immobilien-Projektentwickler und Projektmanager wissen jedoch, dass es zahlreiche zu beachtende Erfolgsfaktoren gibt.

Service Wohnen – Große Unterschiede auf dem Immobilienmarkt

Der Gesetzgeber hat erst vor Kurzem über die Landesheimgesetze Definitionen für Betreutes Wohnen eingeführt. Diese sind in jedem Bundesland anders. In der Praxis führt die fehlende Eindeutigkeit dazu, dass der Begriff Service-Wohnen synonym mit Betreutem Wohnen, Seniorenwohngemeinschaft oder Pflegewohnen verwendet wird. Gemeint sind damit Wohnformen für ältere Menschen, die Wohnraum und Betreuungsleistungen kombinieren.

Übliche Serviceleistungen sind z. B.

– Hausnotruf,
– Beratung und Informationsdienste,
– hauswirtschaftliche Arbeiten,
– Organisation von Veranstaltungen oder
– pflegerische Leistungen.

Die DIN-Norm 77800 Qualitätsanforderungen an Anbieter der Wohnform „Betreutes Wohnen für ältere Menschen“ gibt Empfehlungen für die bauliche und inhaltliche Umsetzung. Bindend ist sie nicht, wodurch der Verbraucher kaum Möglichkeiten zum direkten Vergleich der Immobilienangebote hat. Einige Anbieter lassen sich gemäß der DIN-Norm zertifizieren, ein empfehlenswerter Schritt, um sich aus der Angebotsmasse hervorzuheben.

Projektentwicklung fokussiert auf Alleinstellungsmerkmale

Projektentwickler stehen vor der Herausforderung ein geplantes Service-Wohnen-Objekt für den Verbraucher interessant zu gestalten. Selbstbestimmung und Lebensfreude im Alter sind die Ziele, auch wenn bereits Unterstützungs- oder Pflegebedarf besteht. Der erste Erfolgsbaustein ist deshalb die Bedürfnisse der Zielgruppe zu verstehen und die tatsächliche Nachgefrage vor Ort zu bestimmen. Die entsprechenden Fachleute gehören zwingend in das Projektteam.

Der zweite Erfolgsbaustein ist die barrierefreie Bauweise innen und außen. Schwellen, Türbreiten, Badgestaltung, Wegeführung usw. sind in der genannten DIN-Norm beschrieben und bieten einen transparenten Standard. Neben der Funktionalität muss der Fokus auf einer ansprechenden Architektur liegen. Form und Materialien sollen zur Region passen, d. h. vereinfacht Klinker im Norden, Holz im Süden, kleinteilige Objekte auf dem Land, Immobilien mit vielen Wohneinheiten in urbanen Gegenden.

Dritter Erfolgsfaktor ist der richtige Servicepartner. Das Personal muss im respektvollen Umgang mit älteren und ggf. kranken und hilfebedürftigen Menschen geschult sein. Das Betreuungsangebot gliedert sich in ein bezahlbares obligatorisches Grundleistungspaket und individuell vereinbare Zusatzleistungen.

Einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren ist wie bei allen Immobilienprojekten die Lage. Ein Grundstück muss sich für Service-Wohnen eignen, dessen Infrastruktur wird im Rahmen der Projektentwicklung untersucht. Einzelhandel, Dienstleister, Ärzte und Apotheken in der Nähe sowie eine gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln bieten Standortvorteile.

Erst das durchdachte Zusammenspiel aus Bedarf, Bauqualität, Service und Lage macht ein Projekt erfolgreich.


About the Author

Andreas ist Betreiber und Gründer von PM United. Aufbauend auf seinen Kernkompetenzen Suchmaschinenoptimierung, Webdesign und Social Media - gehört seine Leidenschaft der Planung, Umsetzung und Steuerung von neuen Projekten.



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