Definitionen Projektentwicklung Freizeitimmobilien

Published on August 19th, 2013 | by PM United

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Projektentwicklung Immobilien Teil 8 – Freizeitimmobilien

Vergnügungsparks, Schwimmbäder, Fitnesscenter, Bowlinganlagen, Erlebnisrestaurants, Tennishallen, Theater, Kinos und auch Diskotheken gehören u. a. zu den sogenannten Freizeitimmobilien. Sie sind aus den Stadtbildern nicht mehr wegzudenken und werden intensiv genutzt. Die Konsumausgaben der Deutschen im Freizeitmarkt liegen im Milliardenbereich, stetig steigend.

Freizeittrends sind erstens die Suche nach Geselligkeit, z. B. in After-Work-Klubs oder Kochkursen, zweitens ein neues Körperbewusstsein, das mit Wellnessangeboten, dem Einsatz eines Personal Trainers oder Trendsportarten bedient wird, sowie drittens ein Mangel an Zeit, dem man mit Massagen und Fitnessstudios im Unternehmen entgegen kommt. Freizeit soll dynamisch und gesund sein und möglichst auch noch Kraft und Motivation schenken. Das starke Wachstum von Hochseilgärten ist beispielsweise ein Ausdruck hierfür.

Erfolgsfaktoren einer Freizeitimmobilie: Konzeption, Nachfrage und Lage

In Bezug auf die Projektentwicklung gilt wie bei anderen Immobilienarten auch hier, dass ein neues Vorhaben nicht nur eine gute Idee voraussetzt, sondern auch die entsprechende Nachfrage. Die Bezahlbarkeit ist ebenfalls ausschlaggebend für den Erfolg. Eine zur Freizeitimmobilie passende gute Lage sowie die problemlose Erreichbarkeit mit privaten und öffentlichen Verkehrsmitteln sind unerlässlich.

Freizeitimmobilien sind in der Regel Managementimmobilien. Ein langfristiger Mietvertrag refinanziert die Investition. Damit die Kalkulation aufgeht, muss das Konzept stimmig und an die Nachfrage angepasst sein. Von Anfang an sollte deshalb der zukünftige Betreiber in die Projektentwicklung eingebunden sein. In das Projektteam um den Bauherrn gehören zudem

– ein Marktforschungsunternehmen zur Ermittlung der Bedarfe,
– Finanzierungspartner,
– Marketingspezialisten,
– erfahrene Vertriebsleute,
– Architekten und technische Fachplaner,
– Bauunternehmen sowie
– Objektmanager für die Betriebsphase.

Die Entwicklung einer Freizeitimmobilie funktioniert nur im fachübergreifenden Austausch. Die Koordination ist eine Herausforderung für das Projektmanagement.

Kurzfristige Freizeittrends widersprechen dem langfristigen Immobilienansatz

Freizeitimmobilien sind risikoreiche Projekte. Die besondere Schwierigkeit im Management liegt in der Kurzfristigkeit von Trends. Dauerhaftigkeit oder Wachstumspotenziale versprechen nur wenige Teilmärkte. Einige Tier- und Vergnügungsparks bestehen seit Jahrzehnten, in Gewerbegebieten angesiedelte Großraumdiskotheken sind dagegen oft nach kurzer Zeit wieder geschlossen. Vor 30 Jahren errichtete Schwimmbäder oder Sportanlagen entsprechen nicht mehr den heutigen Erwartungen der Nutzer an Funktion und Lifestyle. Um nicht vom Markt gedrängt zu werden, kommt für viele Freizeitimmobilien nur ein Relaunch in Betracht, also eine grundlegende und konzeptionelle Neugestaltung unter Berücksichtigung modernster Technik.

Risiken für den Investor entstehen auch durch fehlende Nachnutzungsmöglichkeiten. Werden einst angesagte Multiplex-Kinos nicht mehr besucht, sind andere Nutzungen nur nach erheblichen baulichen Veränderungen möglich. Die Umbaukosten können jedoch nur in eingeschränktem Umfang auf die Mietpreise umgelegt werden.

Die Projektentwicklung für Unterhaltungsflächen sollte sich aufgrund der skizzierten Risiken eng mit der Markt- und Trendforschung verknüpfen. Mutige Investoren, die genau hinschauen, haben die Möglichkeit hervorragende Renditen zu erschließen. Um auch die Risiken mit einzukalkulieren, bedarf es jedoch erfahrener Projektmanagementprofis.


About the Author

Andreas ist Betreiber und Gründer von PM United. Aufbauend auf seinen Kernkompetenzen Suchmaschinenoptimierung, Webdesign und Social Media - gehört seine Leidenschaft der Planung, Umsetzung und Steuerung von neuen Projekten.



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