Project Management Software

Project Management Software

Kleine und mittlere Unternehmen scheuen oft den Aufwand, eine softwarebasierte Projektverwaltung einzuführen. Doch wenn die Integration im Rahmen eines intelligenten Konzeptes durchgeführt wird, sind die Kosten für die Project Management Software durch den geringeren Verwaltungsaufwand schnell amortisiert.

Projektmanagement interner und externer Projekte – diese Unterschiede existieren

Bei firmeninternen Projekten ist durch geeignete Project Management Software oft großes Einsparungspotenzial hinsichtlich Zeit- und Kostenaufwand realisierbar, allerdings ist die Integration in die Unternehmensorganisation nicht immer einfach, vor allem dann, wenn das Unternehmen über keine projektorientierten Strukturen verfügt. Zwar erspart sich der Projektcontroller einige Arbeit, wenn Zeitdaten, Projektnummern und Kostenstellenzuordnungen automatisiert an die Finanzbuchhaltung und Kostenrechnung weitergegeben werden, allerdings setzt dies die Verfügbarkeit entsprechender Schnittstellen zur Datenübergabe voraus. Je besser es gelingt, die Projektverwaltung in die normale Unternehmensadministration zu integrieren, desto geringer ist der Verwaltungsaufwand für das Projektmanagement. Bei externen Kundenprojekten ist es vorteilhaft, den Kunden laufend in den Projektfortschritt einzubinden und so „Change Requests“, also in der Planung nicht vorgesehene, aber vom Kunden nachträglich gewünschte Änderungen gering zu halten, was den Administrationsaufwand für das Projektmanagement reduziert.

Project Management Software: das V-Modell

Das Management von Projekten in der Software-Entwicklung unterscheidet sich von klassischem Project Management, Software durchläuft in der Entwicklung nämlich andere Projektphasen als kaufmännische oder technische Projekte. Ein verbreitetes Vorgehensmodell ist das 1979 von einem amerikanischen Software-Ingenieur entwickelte V-Modell. Dabei werden die Konstruktionsschritte der Softwareentwicklung den darauf folgenden Testschritten in kaskadisch absteigenden und aufsteigenden Schritten gegenübergestellt, wodurch sich jene V-Form ergibt, die dem Modell seinen Namen gegeben hat. Das V-Modell besteht aus folgenden Phasen:

System-Anforderungsanalyse
System-Architektur
System-Entwurf
Software-Architektur
Software-Entwurf
Unit-Tests
Integrations-Tests
System-Integration
Abnahme
Nutzung

In der Version XT stellt das V-Modell heute für die öffentliche Hand einen verbindlichen Standard bei der Softwareentwicklung dar.

Erfolgreiches Management von Software-Projekten

Software-Unternehmen sind in der Regel auf projektorientiertes Arbeiten ausgerichtet, da Projektteams in dieser Branche seit jeher üblich sind. Dem gegenüber sind die oft üppigen Matrixorganisationen konventioneller Unternehmen meist historisch gewachsen und daher nicht so leicht veränderbar. Während der Erfolg des Projektmanagements kaufmännischer oder technischer Projekte auch davon abhängt, wie sauber die zugrunde liegenden kaufmännischen oder technischen Prozesse definiert sind, kann sich das Projektmanagement eines Softwarehauses voll und ganz auf die Optimierung der Effizienz der Projektverwaltung sowie der SW-Entwicklungsprozesse konzentrieren. Auch ist das laufende Berichtswesen meist nicht in jenem Detaillierungsgrad erforderlich, wie das bei komplexen Projekten im kaufmännischen oder technischen Bereich oft der Fall ist, was den Administrationsaufwand ebenfalls reduziert. Bleibt noch die klassische Frage:

Individual- oder Standardsoftware?

Aus der Sicht des Projektmanagements stellt die Entwicklung von Standardsoftware die komplexere Herausforderung dar. Releasemanagement sowie 1st und 2nd Level-Support müssen in die Projektverwaltung integriert werden, auch sind Projektversionierung und Dokumentationserstellung meist aufwendiger als bei der Entwicklung von Individualsoftware.
Begleitendes Projektmanagement wird über den gesamten Lebenszyklus der Software benötigt, denn über 60 % der Gesamtkosten eines Software-Systems fallen für Pflege und Weiterentwicklung der Software an.


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