Definitionen IT-Servicevertrag

Published on Juli 7th, 2013 | by PM United

0

IT-Servicevertrag abschließen

Um das Vertragsverhältnis zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer auf eine solide und rechtssichere Basis zu stellen, ist es erforderlich, dass im Inhalt des IT-Servicevertrages alle potenziell strittigen Themen geregelt sind und kein wichtiger Punkt unerwähnt bleibt. Ob es sich lediglich um einen Vertrag über Hardware-Wartung oder um das Outsourcing einer kompletten IT-Abteilung handelt – je eindeutiger und detaillierter der Vertragsinhalt, desto geringer die Gefahr von Streitigkeiten und kostenaufwendigen Gerichtsverfahren.

IT-Servicevertrag erfolgreich abschließen

Zunächst sollten der Zweck des Vertrages sowie Zielsetzungen und Erwartungen der Vertragsparteien dargelegt werden, dies kann als Vertragsgrundlage bei eventuellen späteren Unstimmigkeiten zur Klärung des Sachverhaltes beitragen. Sodann ist eine möglichst detaillierte Beschreibung der vom Auftragnehmer zu erbringenden Dienstleistung erforderlich. Es ist genau zu spezifizieren, welche Leistungen wann in welchem Umfang zu erbringen sind, auch die dafür vereinbarte Vergütung einschließlich aller Einzelentgelte ist explizit aufzuführen. Der Ort der Leistungserbringung sowie die Verfügbarkeit der Dienstleistung einschließlich Reaktionszeiten im Störungsfall sollten ebenfalls vertraglich geklärt sein. Bei komplexen Vertragsinhalten ist zu empfehlen, die einzelnen Leistungsbeschreibungen in Form eigener Service-Level-Agreements (SLAs) zu definieren. Durch eine präzise Beschreibung der Mitwirkungspflicht des Auftraggebers hinsichtlich der Verfügbarkeit benötigter Räumlichkeiten und Infrastruktur wird gewährleistet, dass alle Voraussetzungen für die Erbringung der Dienstleistung rechtzeitig geschaffen sind.

Diese Punkte sind besonders zu beachten:

Haftung

Wechselseitige Ansprüche im Schadensfall sowie Haftungsbeschränkungen sind – soweit gesetzlich zulässig – ebenfalls in das Vertragswerk aufzunehmen, hierbei ist allerdings zu beachten, dass pauschale Haftungsbeschränkungen rechtlich nicht möglich sind und eine Haftung bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz vertraglich nicht ausgeschlossen werden kann.

Vertraulichkeit & Datenschutz

Hinsichtlich des Umgangs mit Kundendaten ist sicherzustellen, dass die Anforderungen an die Informationssicherheit in jeder Phase der Dienstleistungserbringung in vollem Umfang erfüllt werden und auf die Bestimmungen des Datenschutzgesetzes ein entsprechendes Augenmerk gelegt wird. Insbesondere sind sensible Daten, die erhöhte Schutzmaßnahmen erfordern, entsprechend zu benennen, auch ist zu vereinbaren, welche Mitarbeiter des Auftragnehmers in welcher Form Zugang zu vertraulichen Daten haben sollen und wie im Falle von Vertraulichkeitsverletzungen vorzugehen ist.

Vertragsdauer und Kündigung

Im Vertrag sollte eindeutig geregelt sein, unter welchen Umständen eine Beendigung der Geschäftsbeziehung möglich ist. Üblicherweise werden Serviceverträge entweder für einen befristeten Zeitraum abgeschlossen oder mit einer Kündigungsfrist von mehreren Wochen oder sogar Jahren versehen. Grundsätzlich ist zu beachten, dass bei Vorliegen eines wichtigen Grundes ein Vertrag immer kündbar ist, wann ein solcher vorliegt, kann vertraglich vereinbart werden. Falls der Vertrag die Übergabe von Kundendaten an den IT-Dienstleister vorsieht, ist sicherzustellen, dass im Fall einer Vertragskündigung die Nutzerdaten einschließlich eventueller Kopien von allen Systemen des Dienstleisters vollständig entfernt und innerhalb einer vereinbarten Frist an den Kunden übermittelt werden.


About the Author

Andreas ist Betreiber und Gründer von PM United. Aufbauend auf seinen Kernkompetenzen Suchmaschinenoptimierung, Webdesign und Social Media - gehört seine Leidenschaft der Planung, Umsetzung und Steuerung von neuen Projekten.



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Back to Top ↑