News Projektmanager

Published on Juli 24th, 2013 | by R. Brettschneider

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Die neue Generation der Projektmanager

Ich möchte Ihnen, sehr geehrte Leser, folgende Fragen stellen:

Was unternimmt ein Senior Projektmanager (Alter 40+) um ein Projekt zu starten?

Antwort: Er erstellt ein Konzept.

Was macht ein Projektmanager im Alter von unter 30 Jahren in dieser Situation?

Antwort: Er richtet einen Chat ein und diskutiert mit den anderen Teammitgliedern, wie man das Projekt nun auf die Reihe bekommt.

Diese Darstellung mag satirisch überspitzt sein, Tatsache ist jedoch, dass seit geraumer Zeit neben den „alten Hasen“ eine neue Generation von Projektmanagern auf den Plan getreten ist, deren Arbeitsweise sich grundlegend von konventionellen Vorgehensmodellen im Projektmanagement unterscheidet. Da bereits mit dem Internet aufgewachsen, sind soziale Netzwerke und Online-Kommunikationstools für diese Jungmanager zentraler Mittelpunkt ihrer Tätigkeit.

Ihnen ist instinktiv bewusst, dass bei der Projektabwicklung die ständige Einbindung sämtlicher Teammitglieder und Stakeholder der wirksamste Schutz gegen nachträgliche Reklamationen und Change Requests ist. Diese perfekte Beherrschung der Kommunikation in Echtzeit ist der wohl größte Vorteil der jungen Projektmanager, darüber hinaus entspricht es der modernen Auffassung von Teamarbeit, dass die Verantwortung für Entscheidungen und deren Folgen gemeinsam übernommen sowie das Erlebte dokumentiert und anderen zur Verfügung gestellt wird.

„Aus Erfahrung lernen“ stellt somit ein zentrales Element des modernen Social Project Management dar, von den gewonnenen Erkenntnissen können – gewissenhafte Dokumentation des Geschehens vorausgesetzt – somit alle nachfolgenden Projekte profitieren. Die neue Projektmanagergeneration legt ferner großen Wert auf eine optisch ansprechende Präsentation der Projektergebnisse, da dies nicht nur Transparenz schafft, sondern dadurch auch die Professionalität des Projektteams zum Ausdruck gebracht wird.

Das klassische Projektmanagement, welches vor allem durch Planung und Kontrolle gekennzeichnet ist, vollzieht so allmählich die Wandlung zu einer selbstlernenden Organisation, die sich einer „Feedback-Kultur in Echtzeit“ bedient. Sofern sichergestellt ist, dass das Projektziel erreicht werden kann, ohne dass dabei wesentliche Eckpfeiler wie der rechtssichere Abschluss des Projektvertrages zu kurz kommen, sehe ich diese Entwicklung durchaus positiv.


About the Author

Robert blickt auf eine langjährige Tätigkeit als freiberuflicher IT-Berater zurück. Seine besondere Leidenschaft gehörte dabei stets dem Projektmanagement. Auch bei der Erstellung von Online-Beiträgen und Fachpublikationen hält er diesem Bereich die Treue. Auf PM-United berichtet er aus der Praxis des Projektmanagements und nimmt neue Trends und Methoden kritisch unter die Lupe.



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